
Ich fürchte, auch hier werdet ihr nicht um dieses Thema herum kommen. Ich persönlich lesen seit vielen Jahren GayRomance. Das dieses Buch verfilmt und darum so ein Hype gemacht wurde, hat mich neugierig gemacht. Ich habe mir dafür tatsächlich eine HBO-Abo geholt – nur für diese eine Serie. Und ehrlich gesagt , hoffe ich irgendwann auf die DVD/BluRay wie auch immer – den ich bin den Jungs verfallen.
Und darum geht es:
Shane Hollander lebt für den Eishockeysport. Als Kapitän der Montreal Voyageurs ist für ihn nur eins wichtig: der Sieg. Doch ausgerechnet sein größter Rivale bringt ihn aus dem Konzept – Ilya Rozanov, der selbstbewusste Superstar der Boston Bears. Auf dem Eis sind sie erbitterte Gegner, abseits davon können sie die Anziehung zwischen sich kaum leugnen.
Was als geheimes Spiel mit dem Feuer beginnt, wird bald gefährlich – für ihre Karrieren und alles, woran sie glauben.
Aber was passiert, wenn das heißeste Geheimnis der Liga auffliegt?
(Quelle: Buchrücken)

Meine Meinung:
Ich habe tatsächlich zuerst mit der Serie angefangen, aber nach einer Folge wieder abgeschaltet. Ich konnte nicht nachvollziehen, warum das Ganze so gehypt wurde. Man muss vielleicht dazu sagen, dass ich eher der Film- und weniger der Serien-Typ bin – zumindest beim Fernsehen. Doch dann kam Social Media ins Spiel. YouTube, Instagram und Co. haben direkt erkannt, was ich gerade geschaut hatte. Plötzlich wurden mir ständig Szenen aus der Serie angezeigt, und was soll ich sagen: Nach etwa zwei Wochen hatten sie mich wieder. Das Abo lief noch, also habe ich weitergeschaut – und jetzt war ich richtig angefixt. Seitdem läuft kaum noch etwas anderes. Inzwischen ist auch das E-Book eingezogen und gelesen, und zur Buchmesse durfte natürlich das Printexemplar nicht fehlen – die Messe-Sonderausgabe, versteht sich (Bücherheike ist schuld). Deshalb wird das hier auch eine 3-in-1-Rezension.
Zunächst einmal zur gesamten Serie: Obwohl ich am Anfang mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, habe ich mich im Laufe der Zeit total und bis über beide Ohren in die Charaktere Shane und Ilya verliebt. Es ist wirklich faszinierend zu beobachten, wie die beiden Jungs Schritt für Schritt erfolgreich werden, wie eng ihre Freundschaft ist und wie sie gemeinsam erwachsen werden. Manchmal hätte ich mir zwar gewünscht, dass mehr Einblicke in ihre persönlichen Kämpfe und inneren Konflikte gezeigt werden, doch wenn man geduldig dranbleibt, beginnt man, zwischen den Zeilen und Bildern zu lesen und versteht mehr. Die Schauspieler Connor Storrie, der Ilya Rozanov spielt, und Hudson Williams, der Shane Hollander verkörpert, bringen ihre Figuren auf eine unglaublich authentische Weise zum Leben. In ihrer Mimik, in ihren Blicken und Augen steckt so viel Gefühl und Ungesagtes, das man förmlich spüren kann. Und das Ende der Serie liebe ich einfach von ganzem Herzen.
Jetzt zum Buch: Ich liebe es, wie nah die Verfilmung tatsächlich an der Buchvorlage bleibt. Bis Kapitel 26 ist sie nahezu wortwörtlich umgesetzt, was bei Verfilmungen wirklich selten der Fall ist. Doch das Buch schafft etwas, das Verfilmungen oft schwerfällt: Es vermittelt tiefgehende Gefühle und ermöglicht es uns, intensiv in die Gedankenwelt der Protagonisten einzutauchen. Anfangs wirkt Ilyas Großspurigkeit vielleicht wie pure Arroganz, doch schnell wird deutlich, dass dahinter viel Unsicherheit und Angst verborgen sind. Im Buch kann man seine und Shanes Emotionen viel besser nachvollziehen und wirklich nachempfinden. Außerdem setzt das Buch die Geschichte genau dort fort, wo die Serie endet, und bietet noch viel mehr Einblicke in die Beziehung zwischen Ilyas und Shane sowie einen spannenden Ausblick auf ihre gemeinsame Zukunft. Es ist genauso mitreißend wie die Serie – vielleicht sogar noch ein kleines bisschen mehr.
Als Leser ist es wirklich wunderbar und bereichernd, die Protagonisten über einen längeren und ausgedehnteren Zeitraum hinweg wachsen, sich entwickeln und reifen zu sehen – und genau das gelingt dieser Geschichte auf beeindruckende Weise, obwohl ich es anfangs nicht unbedingt erwartet hätte. Im Dezember 2008 lernt man die Jungs zum ersten Mal kennen, und erst im Herbst 2017 endet schließlich ihre gemeinsame Zeit und ihr gemeinsamer Weg. Im Gegensatz zur reinen E-Book-Version enthält die Printausgabe zudem zusätzlich grafisch gestaltete Nachrichten, was ich persönlich immer wieder als sehr ansprechend und gelungen empfinde.
Fazit: Heated Rivalry hat mich vollends überzeugt und meine Erwartungen sogar übertroffen. Die Charaktere sind vielschichtig und entwickeln sich eindrucksvoll weiter. Das Buch hat mich emotional tief berührt – ich habe gelacht, geflucht, gehofft, gebangt und mitgefühlt. Ich bin zum Fan geworden und freue mich schon jetzt auf die nächsten Bände der Reihe.
P.S.: Dies ist Band 2 der Reihe. Der 1. Band erscheint allerdings erst im April. Jetzt erscheinen im Laufe des Jahres auch die weiteren Bände. Die EBooks erscheinen bei DP (Digital Publishers) Wer lieber die Prints lese möchte hat mehrere Möglichkeiten. Beim Second Chances bekommt ihr eine Klappenbroschur und im Adrian Verlag erscheint im April sogar ein Hardcover Ausgabe.


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