© Fischer Verlage

Inhalt:

Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle. (Quelle: fischerverlage.de)

Meine Meinung:

Als ich an dieses Buch heranging, dachte ich es wäre eine niedliche und lustige Geschichte um einen kauzigen Herrn. Doch nach der Hälfte des Buches hatte ich bereits Tränen in den Augen. Auch wenn das Buch genau so begann wie es erwartete, so veränderte sich die Charaktere mit jedem Kilometer von Harold.

Harold ist ein schwieriger Charakter. Selbst ohne Liebe aufgewachsen, kann er sein Glück weder sehen noch es begreifen. Queenie und ihn verbindet ein großes Geheimnis. Und als nach 20 Jahren Funkstille ein Abschiedsbrief von ihr kam, erschüttert dies sein ganzes Leben. Er begibt sich auf eine Reise, welche ihn mit seinem Leben konfrontiert.

Seine Frau Maureen hat irgendwann einfach aufgegeben um Harold zu kämpfen und ist dann nur noch für ihren Sohn da. Anfangs ist sie ein sehr unangenehmer Mensch, doch im Laufe der Geschichte erkennt man/sie ihre eigenen Dämonen und man erkennt, dass sie nur ein zutiefst verletzter Mensch ist. Je weiter sich Harold sich physisch von ihr entfernt um so näher kommen sich beide psychisch.

David, Harold und Maureens Sohn ist ein kaum greifbarer Charakter, der eigentlich nur in der Erinnerungen der Beiden erscheint. Die Aufklärung seines Parts erfolgt in Kapitel 27 und da musste ich so heulen, das ich erst einmal einige Minuten nicht ein Wort mehr lesen konnte.

Die anderen Nebencharaktere sind nur Mittel zum Zweck in der Erzählung der Geschichte. Ich werde nicht weiter auf sie eingehen, da ich sonst zuviel aus der Geschichte verraten würde.

 Auf den über 1000 km findet Harold Queenie, seine Familie, seine Liebe, Selbstvertrauen und am Ende irgendwie sich selbst. Man taucht bei Lesen immer weiter in das Leben von Harold, Maureen und Queenie ein. Ich würde dieses Buch nicht unbedingt als spannend bezeichnen, vielleicht eher interessant und dennoch fesselnd. Es ist unglaublich bewegend und hat mich tief im Inneren berührt. Soviel hab ich schon seit sehr langen nicht mehr bei einem Buch geweint.Wenn ich hier Bücher benoten würde, müsste ich die Stala nach oben ausbauen, da selbst die Höchstzahl nicht reichen würde.

Eine unglaubliche Liebeserklärung an das Leben – dieses Buch muss man gelesen haben.

Daten zum Buch: erhältlich als Taschenbuch, Ebook und Hörbuch – sowie als Film

Harold Fry Trilogy: 1. Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry, 2. Das Geheimnis der Queenie Hennessy, 3. Die erstaunliche Entdeckungsreise der Maureen Fry

Dieser Post erschien ursprünglich am 12.07.2012 auf SchnuffelchensBuecher.blogspot.com


3 Kommentare zu „Rachel Joyce – Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (Harold Fry 1)“

  1. Avatar von Bröselchen ^_^

    Ohhh dieses Buch ist so wunderschön <3.
    Ich habe die letzten 20 Seiten nur geweint 😀
    Liebes Schnuffelchen, ich bin kurz zu dir rübergehüpft weil ich mich für deinen ausführlichen und informativen Kommentar zu der Buchentdeckung von Javier Sierra bedanken möchte.
    Ich hatte schon die Befürchtung das dieses Buch total unbekannt ist 🙂
    Fühle mich ebenfalls geehrt, dass du mich in deine Blogroll aufgenommen hast. Vielen lieben Dank dir
    Dann wird jetzt demnächst ja bald die Rezension von "Shades of grey" angezeigt *huuuu* 😀

  2. Avatar von Sarah O.

    Oh ja, das Buch ist wirklich schön. Sollte man unbedingt gelesen haben. Am Ende habe ich auch nur noch geweint.
    Tolles Buch.

  3. Avatar von Favola

    Huhu 🙂

    Schön, dass du mitgepigert bist und dass dir das Buch so gut gefallen hat. Ich bin ja immer noch begeistert von dieser Aktion vom FischerVerlag und und verfolge gespannt den Weg des Buches.
    Deine Rezension habe ich nun übrigens bei mir verlinkt.

    lG Favola

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