Irgendwann muss man sich einfach beugen.

Was will sie?  Das denkt ihr jetzt doch oder?

OK, also von Anfang an. Zero at the Bone ist ein Buch, das vermutlich alle aus der FB-DreamReader-Gruppe schon gelesen haben, nur ich noch nicht. Und weil ich diese Bildungslücke schließen und auch die ungläubigen Kommentare meiner Mitstreiter dort nicht länger hinnehmen möchte, habe ich mir das Buch geholt und nun sogar meine Meinung dazu verfasst. Wie die aussieht? Sehr selbst:

Inhalt:
Nachdem er Augenzeuge eines Mafia-Mordes geworden ist, wird Chirurg Jack Francisco ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen und an einen sicheren Ort gebracht, bis es Zeit für ihn sein wird, vor Gericht auszusagen. Ein Profikiller, nur als D bekannt , wird durch Erpressung dazu gezwungen, Jack aufzuspüren und zu töten. Doch ein letzter Rest von Gewissen verbietet es D, einen unschuldigen Mann zu ermorden. Stattdessen geschieht das Unwahrscheinliche: Jack und D werden zu Verbündeten und sind bald schon gemeinsam auf der Flucht vor geheimnisvollen Feinden.

Um zu überleben, müssen die beiden Männer zusammenarbeiten. Aus diesem Zwang heraus formt sich zwischen ihnen eine emotionale Bindung, die bald schon zu einer unerwarteten Leidenschaft heranreift. Jack sieht die verwundete Seele unter Ds kaltem, emotionslosem Äußeren, und D erkennt in Jack den einen Menschen, der ihm helfen kann, wieder zu dem Mann zu werden, der er einst war. Je näher sie dem Tag von Jacks Aussage vor Gericht kommen, desto klarer erkennen Jack und D, dass sie nicht nur um ihr Leben kämpfen, sondern auch um ihre Zukunft… ihre gemeinsame Zukunft.

Quelle: Dreamspinner Press


Zero at the Bone ist die bisher einzig Übersetzung der Autorin. Ihr bekommt die Geschichte als Ebook und Taschenbuch (beide bei Dreamspinner Press) sowie als Grafic Novel (bei Cursed Verlag).


Meine Meinung:

Ich habe es getan – ich habe Zero at the Bone gelesen. Einige meiner Leser sagen jetzt vermutlich – ENDLICH … Und ich auch. Denn ich habe mich in Jack und D verliebt. Nicht sofort und auch nicht Bedingungslos, aber doch verliebt.

In Zero at the Bone prallen 2 Welten, die eigentlich nie und nimmer zusammen passen aufeinander – Junger Arzt aus Berufung trifft auf abgestumpften Profilkiller. Viel gegensätzlicher ging es wohl nicht. Zumal Der Killer diesen Job nicht freiwillig angenommen hat. Somit ist es natürlich keine Liebe auf den ersten Blick, noch nicht einmal Freundschaft. Doch nichts ist so wie es scheint, außer vielleicht bei Jack. Jack ist Jack, auch wenn er im Laufe der Geschichte lernt, das das Leben nicht nur Schwarz und Weiß kennt.

Doch D ist als Charakter wirklich interessant. Ein Profikiller mit Gewissen, mit Prinzipien und mit Draht zum FBI. Ein Mann, der durch Jack und mit Jack sein Leben reflektiert und sich vielleicht sogar ein Zukunft vorstellen. Allerdings ohne Jack, da ihn seine Vergangenheit zu einem Leben im Untergrund zwingt.

Sicher – sehr Realistisch ist ein Figur wie D vermutlich nur die hoffnungslosen Romantiker, aber die Geschichte geht einem wirklich zu Herzen, egal wie sehr man sich auch verweigert. Irgendwann erliegt man Jack und später auch D. Der Schreibstil hat mich allerdings nicht ganz überzeugen können. Gerade zu Beginn ist die Geschichte etwas schwer fällig und kommt nur langsam in die Gänge. Doch im späteren Verlauf nimmt sie zum Glück ordentlich Fahrt auf und lässt den geneigten Leser dann bis zum Schluss nicht mehr los.

Fazit: Zero at the Bone ist eine düstere Romanze, die zwar etwas langsam in die Gänge kommt, dann aber auf ganzer Linie überzeugt.

Erstveröffentlicht am 15.02.2018, Überarbeitet am 11.06.2022


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