„Eine Wochenendaffäre“  von A.J. Thomas ist ein typischer Coverfang von mir. Das Cover hat es was Beunruhigendes und trotzdem Anziehendes. Da konnte ich nicht anders. Und so hat es mir gefallen …

Inhalt: 

Als seine Mutter krank wurde, hat Doug Heavy Runner das Leben als offen schwuler Polizist in Miami hinter sich gelassen und ist in seine Heimat im Salish-Kootenai Indian Reservat zurückgekehrt. Seit ihrem Tod vor zwei Jahren fristet er ein leeres Dasein als Hilfssheriff in einer Kleinstadt und hält sich mit One-Night-Stands in der nächsten größeren Stadt bei geistiger Gesundheit. Dann begegnet er Detective Christopher Hayes und sie verbringen eine so leidenschaftliche Nacht miteinander, dass Doug seine eigenen Regeln bricht und es zulässt, dass aus dem One-Night-Stand ein ganzes Wochenende wird. 

Als Christopher von San Diego nach Montana reist, um den Selbstmord seines ihm aus sehr guten Gründen entfremdeten älteren Bruders zu regeln, erwartet er nicht, den Mann, mit dem er gerade erst das Wochenende verbracht hat, als Sachbearbeiter des Falles seines Bruders wiederzufinden. Natürlich hat er nichts dagegen, mehr Zeit mit Doug zu verbringen – aber dann zerstört ein Brandstifter das Haus, das Christopher von seinem Bruder geerbt hat und Christopher und Doug finden sich als Hauptverdächtige wieder.

Als sie anfangen zu ermitteln, stellen sie fest, dass Christophers toter Bruder sie auf die Spur eines irren Pädophilen geführt hat, der vor nichts zurückschreckt, um sein jüngstes Opfer zum Schweigen zu bringen. Aber die Suche nach dem Opfer geht entsetzlich schief … 

Quelle: Dreamspinner Press


Eine Wochenendaffäre ist der bisher einzige Titel der von der Autorin, der übersetzt wurde. Da die Rechte nicht mehr bei Dreamspinner Press liegen, ist auch das Buch aktuell nicht mehr erhältlich.

Neuigkeiten könnt ihr auf dem Blog der Autorin finden Link


Meine Meinung:

Raus aus der Komfort-Zone. Das habe ich getan, als ich das Buch gelesen habe und das hat auch einer der Protagonisten vor sich. Ich muss sagen, den düsteren Anteil, den Crime-Anteil der Geschichte ist der Autorin auch gut gelungen. Vielleicht ein Tick zu solide, aber das ist OK.

Aber bei den Figuren gibt es noch viel Raum. Während sich Christopher zu einer recht komplexen Figur entwickelt hat, blieb Doug sehr flach und farblos. Da er aber die 2 Hälfte des Pärchen ist, hat mich das schon gestört. Dadurch hat es zwar Christopher Geschichte geschafft mich zu erreichen, aber nicht die Geschichte in Gänze. Zwei Protagonisten, die nicht miteinander sprechen, ein Story die im Grunde nur aus einem Anfang, aber aus keinem Mittelteil oder gar Ende besteht.

Einzig der Crime-Teil der Geschichte hat mich überzeugen können. Den er war im Rahmen seiner Möglichkeiten wirklich gut konstruiert und hat mich sogar kurzfristig auf eine falsche Spur geschickt. Wenn sich die Autorin etwas mutiger gezeigt hätte, dann hätte sie mich viel länger im Dunklen tappen lassen.

Fazit: Eine Geschichte lebt durch ihre Figuren und erst danach durch die Story. Da die Figuren so gar nicht lebendig werden wollten, konnte auch die Geschichte nicht zur Gänze überzeugen. Hier gibt es keine Leseempfehlung.

Erstveröffentlicht am 29.11.2018, Überarbeitet am 23.03.2022


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